Verfasst von: ebersdorf | Dezember 1, 2009

Filialkirche zur Hl. Corona – Leiben

Die Hl. Corona und der Hl. Viktor wurden unter Kaiser Antonius Pius(138-161) in Syrien wegen ihres Bekenntnisses zum christlichen Glauben getötet. Der Leib der Hl. Corona, den man an herabgebogenen Baumwipfel gebunden hatte, wurde durch das Emporschellen derselben in Stücke gerissen. Das Namensfest ist am 14.Mai (Corona und Viktor). Das Kirchweihfest wird aber jeweils am Bittsonntag (Rogate) gefeiert.

Die Kirche wurde vor dem Jahre 1500 von den damaligen Herrschaftsbesitzern von Leiben, der Familie Lapitz, errichtet. Das Gewölbe des spätgotischen, zweischiffigen Baues fand erst 1593 seine Vollendung. Unter der Kirche befinden sich zwei Grufträume, die als herrschaftliche Begräbnisstätte dienten. Sie sind heute leer und verschlossen. Der mächtige, viereckige Turm brannte nach einem Blitzschlag 1922 ab. Beim Wiederaufbau erhielt das Dach die heutige Kuppelform.

Das Gotteshaus war anfangs auch dem Hl. Ulrich geweiht. Die drei Altäre sind aus Holz, polychromiert, im Knorpelwerkstil gearbeitet. Das Hochaltarbild zeigt das Martyrium der Hl. Corana, von dem Benifiziaten Josef Pfeiffer (1785-1866) gemalen, und das Aufsatzbild Gott Vater und den Hl. Geist (1680).

Der rechte Seitenaltar (Pestaltar) zeigt im Bild das Martyrium des Hl. Sebastian,  im Aufsatzbild die Hl. Rosalia und die Statue des Hl. Florian (1680). Der linke Seitenaltar ist der Marienaltar (Anfang des 18.Jhd.), er besteht aus der Marienstatue, dem Aufsatzbild mit der Schmerzhaften Muttergottes und der Statue des Hl. Josef. 1594 wurde die Grabtafel aus Holz (ehemalige Altartafel) für die Familie des Wolf Dietrich von Trautmannsdorf gestiftet. Auffallend sind die steinernen Grabmonumente für Frau Elisabeth von Lapitz (die Frau des Kirchenbauers), für den Ritter Joachim Volkhra, für das Ehepaar Wolf Dietrich und Christina von Trautmannsdorf, die Totenschlider der Ritter Volkhra und Trautmannsdorf, sowie drei schöne Holzepitaphe aus dem 17. Jahrhundert. Aus der Zeit um 1500 stammt ncoh die Tür der Sakristei mit Ihren Beschlägen. Die Orgel wurde 1902 aufgestellt und dürfte etwa 100 Jahre alt sein. Die Kirchenfenster stammen überwiegend aus der Zwischenkriegszeit.

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